Moritz Götze

Moritz Götze. Tristan und Isolde (Mischtechnik)

Sonderausstellung 15. September bis 25. November 2012

 

Der 1964 in Halle an der Saale geborene Künstler Moritz Götze ist Maler und Graphiker. Er versteht sich selbst als Objekt- und E-Mailkünstler von Erzählungen und Mythen.

Bereits Anfang der 1980er Jahre, während seiner Zeit als Lehrling zum Möbeltischler, beginnt er künstlerisch zu arbeiten. Nach der Ausbildung führt ihn sein Weg in verschiedene Bands, in denen er sich als Gitarrist oder als Sänger engagiert. Die folgenden zehn Jahre betreibt Moritz Götze eine Graphikwerkstatt, in der er bis 1995 Plakate nach eigenen und teilweise fremden Vorlagen entwirft. Während dieser Zeit lehrt er an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein Serigraphie und ist als Gastprofessor in Paris angestellt. 1996 erhält er den Kulturförderpreis Sachsen-Anhalts.

Seine Kunst entwickelt sich mit der Zeit. Von dem Bedrucken von Plakaten oder der Siebdruck-Methode, mit der er Anfang der 1990er Jahre beginnt, verläuft eine Linie zu der Kunst mit E-Mail, die heute ein Bestandteil seiner Ausdruckskunst darstellt. Der Schwerpunkt des Künstlers Moritz Götze wandert zu Alltagsthemen, bevor er sich zur Jahrtausendwende wieder mehr dem Politischen zuwendet. Moritz Götzes inhaltlicher Schwerpunkt aber ist immer wieder auch die Beschäftigung mit der deutschen Geschichte, denn er ist ein Künstler, der geprägt ist durch die jahrelange Teilung Deutschlands.

Zusammen mit Peter Gerlach gründet Moritz Götze 2006 den Hasenverlag. Der Themenschwerpunkt liegt hier besonders bei kulturgeschichtlichen Themen.

2006 und 2007 entwirft Moritz Götze eine große E-Mailkomposition namens »Victoria«. Diese Komposition stellt ein Panorama der Moderne da, welches durchzogen ist von geschichtlichen Ereignissen. Dabei bedient er sich eines ganz eigenen comicartigen Malstils.

2008 wendet sich Moritz Götze auch dem Theater zu und entwirft das Bühnenbild  zu »Hamlet" am Neuen Theater in Halle.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht sein elfteiliges Mappenwerk »Tristan und Isolde« (1993), ergänzt u.a. mit Arbeiten aus seiner »Preußenmappe«.

 

Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Lübeck.