Heft 6: Gertrud Eysoldt

Heft 6: »Das Herz meiner Künstlerschaft ist Mut«. Die Max-Reinhardt-Schauspielerin Gertrud Eysoldt

Von Carsten Niemann, mit einem Beitrag von Leonhard M. Fiedler

136 Seiten, 59 Abbildungen und ein Zeitungsartikel als Beilage.

6,50 € (ISBN 3-931266-02-8)

 

[...] kenntnisreiche Beiträge und wunderbare Bilder. FAZ-Magazin

 

Gertrud Eysoldts Verdienst ist es, in den Jahren nach der Jahrhundertwende, zahl­reiche Rollen zum ersten Mal auf einer deutschsprachigen Bühne gestaltet oder ganz neu geprägt zu haben: Salome, Lulu, Nastja, Elektra, Puck, Penthesilea. Erst durch ihre Darstellung konnten sich viele moderne Autoren auf dem Theater durchsetzen.

Entdeckt wurde Gertrud Eysoldt (1870-1955) von Max Reinhardt. In seinem Ensemble war sie über drei Jahrzehnte, von 1902 bis 1933, eine der prägenden Gestalten. Besonders eng war ihre künstlerische Beziehung zu Hugo von Hofmannsthal. Für sie schrieb er 1903 "Elektra", 1906 die Rolle des Schwertträgers des Kreon in "Ödipus und die Sphinx" und 1911 die allegorische Figur der guten Werke im "Jedermann".

Das Heft holt eine Schauspielerin in die Erinnerung zurück, deren Spielweise so viele Bühnenautoren und -komponisten zu Werken angeregt hat – und deren Rolleninterpretationen ganze Schauspielergenerationen beeinflußte.

 

Carsten Niemann promovierte über Gertrud Eysoldt und richtete für die Stadt Bensheim ein Gertrud-Eysoldt-Archiv ein.

Leonhard M. Fiedler, geb. 1942, ist seit 1972 Professor für Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Frankfurt/Main.

Forschungsschwerpunkte sind Hugo von Hofmannsthal, Max Reinhardt und Franz Kafka.