Eins, zwei, drei... Billy Wilder. Fotografien

Eins, zwei, drei ... Billy Wilder. Fotografien

Sonderausstellung 17. Februar bis 26. Mai 2013

 

"Du sollst nicht langweilen." Billy Wilder

 

Billy Wilders Filme sind Filmgeschichte. Er ist der Meister der Komödie, hat aber auch in Genres wie dem Kriegsfilm und der Liebeskomödie Meilensteine gesetzt. Seine Filme sind das Vermächtnis eines brillanten Ironikers und Moralisten, der bei aller öffentlichen Lobpreisung dennoch oft verkannt worden ist. Zu Wilders Meisterwerken zählen »Das Appartement«, »Zeugin der Anklage«, die unsterbliche Marilyn-Monroe-Komödie »Manche mögen´s heiß« und »Eins, Zwei, Drei«.

Geboren wird Billy Wilder (1906-2002) als Samuel Wilder im damals zu Österreich-Ungarn gehörenden Galizien. Nach dem Abitur in Wien entscheidet sich Samuel Wilder für den Beruf des Reporters, geht nach Berlin und wird ab 1929 auch Ghostwriter für bekannte Drehbuchautoren, so bei dem Film »Emil und die Detektive« nach dem Buch von Erich Kästner. Im Frühjahr 1933 flieht Billy Wilder nach Paris und reist 1934 in die USA weiter. Dort nennt er sich dann »Billy«. Nach der Emigration in die USA wird er zunächst als Drehbuchschreiber unter Vertrag genommen, bevor er 1942 dort seine erste Regiearbeit, der weitere 59 folgen, vorlegt. Bereits 1946 erhält er je einen Oscar als Regisseur und Drehbuchautor für den Film »Das verlorene Wochenende«.

Billy Wilder verhilft Schauspiellegenden wie Jack Lemmon, Marilyn Monroe, Marlene Dietrich oder auch Audrey Hepburn mit seiner Arbeit zu Weltruhm.

Die Sonderausstellung von Reichelt und Brockmann (Mannheim) versammelt 60 Arbeiten so berühmter Fotografen wie Gjon Mili, Terry O`Neill oder Gerhard Heller. Sie halten Billy Wilders Schaffen vor und hinter der Kamera in beeindruckenden Bildern fest.

Der Titel der Ausstellung, »Eins, zwei, drei ...", bezieht sich auf Wilders gleichnamigen Film, einer Ost-West-Satire, die er im Juni 1961 in Berlin zu drehen beginnt.

Billy Wilder setzt auf die Macht der Worte und dreht seine Filme noch lange in Schwarz-Weiß, als Farbe schon Standard ist. Die Grundtendenz in Wilders Filmen ist die moralische Erzählung mit freundlich-nachsichtiger Ironisierung menschlicher Schwächen. Seine Protagonisten sind deshalb »Durchschnittsmenschen«, sie sind alles andere als perfekt. Aber sie trotzen den Tücken des Alltags, kapitulieren nicht und wachsen in bestimmten Situationen über sich hinaus.

Zur Ausstellung ist ein kleiner Katalog (9,90 €) mit zahlreichen Abbildungen erschienen.

 

Das Kommunale Kino bereitet eine Billy-Wilder-Filmreihe (März und April 2013) vor.

Weitere Infos unter: www.koki-hannover.de.

 

"Der Unterschied zwischen einer Komödie und einer Tragödie ist: Ein Mann läuft eine Straße hinunter und fällt hin. Wenn er wieder aufsteht, ist das eine Komödie, die Leute lachen; bleibt er liegen, ist es eine Tragödie." Billy Wilder

 

"Ich hatte ein gutes Leben. Ja, ein sehr gutes Leben. Eine über 40-jährige Ehe mit meiner Frau, die ich liebe. Ich hatte eine gute Karriere. Ich wusste einfach, dass es irgendwann enden musste. Ich habe immer noch eine gute Zeit. Immer noch gute Einfälle. Nein, nein, keine schlechten Erinnerungen, oder Menschen, die ich hasse. Die kommen mir nicht zu nahe, weil ich wie ein Wiesel davonlaufe, vor Menschen, die mir Unbehagen verursachen. Und ich war gesund. Ich hätte gerne ein paar großartige Filme anderer gemacht."

Billy Wilder