Romy Schneider. Ein Filmidol in fotografischen Bildern von Werner Bokelberg, Peter Brüchmann, Roger Fritz und Robert Lebeck

Sonderausstellung vom 22. Februar bis 10. Mai 2015 

 

"Ihr entziffert mich nicht" (Romy Schneider)

 

Sie wurde unzählige Male fotografiert und doch sehen wir in jedem Bild von Romy Schneider etwas Neues und Geheimnisvolles. Die renommierten Fotografen Werner Bokelberg, Peter Brüchmann, Roger Fritz und Robert Lebeck nähern sich Romy Schneider auf ganz unterschiedliche Weise und zeigen uns ihren eigenen Blick auf die weltbekannte Ikone. 

Die Aufnahmen portraitieren sie als charismatische geheimnisvolle Schauspielerin in ihren Filmen, als Diva im Licht der Öffentlichkeit oder ganz privat und ungeschminkt. Von keiner Schauspielerin gibt es so unterschiedliche und widersprüchliche Bilder.

 

Robert Lebeck(1929 - 2014)ist einer der wichtigsten Fotoreporter Deutschlands. Über mehrere Jahrzehnte fotografierte er für den stern und portraitierte unter anderem Joseph Beuys, Alfred Hitchcock oder Willy Brandt. Romy Schneider zeigt er beispielsweise ganz natürlich, mit frechem Blick, die Schiebermütze schief auf dem Kopf sitzend und Zigarette im Mund. Peter Brüchmann (geb. 1932) hingegen fängt die Schauspielerin als schöne Leinwanddiva ein, die als Gast eines Filmballs ausgelassen feiert und tanzt. Roger Fritz (geb. 1936), der auch als Schauspieler und Filmemacher arbeitet, fotografiert die junge Romy Schneider u.a. 1961 am Set des Films »Boccaccio 70«. Und Werner Bokelberg (geb. 1937) inszeniert die Schauspielerin ganz verspielt in Paris Mitte der 1960er Jahre. 

 

»Und sie weiß noch nicht, welchen Preis sie tatsächlich zahlen wird: Meyen wird sich später erhängen, ihr gemeinsamer Sohn tödlich verunglücken. Romy Schneiders Lebensfilm folgt dem wirkungsvollen Zuschnitt antiker Tragödien: erst der Frevel, dann die maßlose Strafe der Götter.” Hans-Jürgen Syberberg 

In der Ausstellung läuft außerdem eine selten gezeigte TV-Dokumentation vonHans-Jürgen Syberberg aus dem Jahr 1966: » Romy – Portrait eines Gesichts«. Entstanden ist der Film an drei Tagen in Kitzbühel und enthüllt uns Romy Schneider in einer ganz ungewöhnlichen Offenheit und Nähe. Doch die junge Schauspielerin zweifelt an sich selbst, sie leidet unter der Publicity, die sich mehr mit ihrem Privatleben beschäftigt, als mit der ernst zu nehmenden Künstlerin Romy Schneider. 

 

»Wilde Schlägerei um Romy Schneider. Romys Liebhaber wollte mit aufs Hotelzimmer. Aber der Nachtportier hatte was dagegen ...« Bild, 2. Oktober 1973

Den erstaunlichen Blick der Presse auf Romy Schneider verdeutlichen wir in der Ausstellung anhand von Originalpresseausschnitten aus den 1950er bis 1970er Jahren. Zusammengetragen hat sie der Theater- und Filmkritiker Wilhelm Ringelband (1921-1981) aus Bensheim für seine eigenen journalistischen Arbeiten.

 

Ebenso wandelbar und vielschichtig wie Romy Schneider ist auch die Ausstellung des Theatermuseums, die die Schauspielerin sowohl als Privatperson als auch Mensch des öffentlichen Lebens präsentiert.

 

Die Schau mit über 60 Fotografien hat uns Siegfried Sander von der Galerie Multiple Box in Hamburg zusammengestellt.

 

 

Außerdem zeigen wir in Kooperation mit den Hochhaus-Lichtspielen Hannover eine Romy Schneider-Filmreihe. Termine und Informationen finden Sie hier.