So roh und unverfälscht wie die Vorlage

Anna Vera Kelles charmante Inszenierung ist so roh und unverfälscht wie die Vorlage. Sie lässt es wirken, als erzählten sich die Akteure selbst ihre Geschichte; sie überspringen schon mal ganze Kapitel, wenn es der Dramatisierung dient, und Reichenbach bei der Premiere einmal der Souffleuse das Textbuch entreißt und daraus abliest, weiß man nicht, ob das pure Notwendigkeit ist oder ein kackfrecher Regieeinfall. Es ist die Stärke von Bov Bjergs Buch, und es ist auch die Stärke dieser Inszenierung; wie authentisch das Zaudern und den Zauber, die Lust und den Schmerz der Jugend transportiert wird.

+ 21.03.17 + Neue Presse + Stefan Gohlisch +

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