Ein eigenes Genre

Schauspiel? Doch, schon. Musik? Viel. Gesang? Auch viel. Also ein theatralischer Liederabend? Nicht wirklich. Was hier in der Cumberlandschen Bühne läuft, ist ein eigenes Genre - und hat einen ebenso langen wie passenden Titel: Madame Bovary - allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie.

Clemens Sienknecht und Barbara Bürk haben den Abend ersonnen. Beide führen Regie, Sienknecht ist zudem auf der Bühne zu erleben. (...) Sienknecht steht auf der Bühne zwar sehr im Mittelpunkt, doch besticht unterm Strich die Ensembleleistung. Johanna Bantzer, Sophie Krauß und Beatrice Frey sind drei sehr unterschiedliche Varianten der Madame Bovary. Friedrich Paravicini sorgt am Cello und an den Tasten für zusätzliche musikalische Dimensionen, Mathias Max Herrmann für besonders ausgeprägte Feinarbeit in Sachen Darstellung.
Aber die ganz große Stärke dieses Abends sind die vielen Details, die sorgsam choreografierten Blicke, kleinen Handbewegungen, Tanzschritte, alles Dinge, die auf der kleinen Bühne besonders gut zur Geltung kommen.

+ 19.09.16 + Neue Presse + Jörg Worat +

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