Schattentheaterfestival

Herzlich willkommen zum 5. Hannoverschen Schattentheaterfestival (13. bis 20. November 2015)!


Nach der gelungenen Premiere beim letzten Festival können wir nun wieder auf die Räumlichkeiten eines kleinen, feinen intimen Theaters – mit einer dennoch größeren Bühne des »Alten Magazins«- unter der Leitung von Harald Schandry zurückgreifen.

 

Die Erzählungen und Geschichten aus Klassik und Moderne werden von fünf Ensembles in sieben Inszenierungen ins Licht gesetzt. Hierbei benutzen die einzelnen Theater die unterschiedlichsten Techniken. Zwei Workshops begleiten das Festival, die von Experten angeleitet werden.

Für einen Gedanken-Austausch und ein gemütliches Beisammensein laden die Räume des »Alten Magazins« ein.

 

Wir freuen uns auf ein lebendiges Festival und viele Besucher!

 

Die Aufführungen des Schattentheaterfestivals finden in diesem Jahr ausschließlich im KinderTheaterHaus Hannover(Kestnerstr. 18) statt. Karten können Sie direkt über das Theater bestellen: 0511-2834159.

 

 

 

PROGRAMM 2015

 

Freitag, 13.11.2015, 19 Uhr, Theater Siemitz
»Ganz weit woanders ...«

 

Die Welt des Clowns August...eine Welt der Glückseligkeit, in der man auf einer Leiter bis zum Mond gelangen kann. Doch dann der Sturz aus der Zirkuskuppel. In farbiger Transparenz entfaltet sich ein kaleidoskopartiges Szenarium voll skurriler Figuren und Perspektiven. So erscheint der Clown August in immer neuen und immer anderen Blickwinkeln - flüchtig, verträumt, nicht fassbar, voll Witz und heiterer Boshaftigkeit, voller Traurigkeit und Weisheit.
Ein musikalisches Schattenspiel zwischen Konzert und Theater von Henry Miller.
mit Liedern, Geschichten, Puppen, Menschen und Musik. frei nach der Erzählung »Das Lächeln an Fuße der Leiter« von Henry Miller.

 

70 Minuten Jugendliche und Erwachsene
Sabine Zinnecker, Dietmar Staskowiak

 

 

Samstag, 14.11.2015, 11 Uhr, Theater Siemitz
»Don Quichote«

 

Ein Schattenspiel mit Musik und Gesang frei nach Cervantes
Die Geschichten, Abenteuer und Gespräche zwischen Don Quijote und Sancho Pansa haben uns fasziniert. Don Quijote, der als fahrender Ritter für Gerechtigkeit kämpfen will, aber meist das Gegenteil bewirkt und sein Knappe Sancho Pansa, der sich auf diese Ritterspiel einlässt, ohne dabei seinen gesunden Menschenverstand zu verlieren, sind auch die Hauptpersonen in unserer Bühnenfassung. Wir haben versucht, ihre Widersprüchlichkeit zu erhalten und eine stilistisch eigene Umsetzung zu finden.

 

50 Min, ab 8 Jahren und Erwachsene
Sabine Zinnecker, Dietmar Staskowiak

 

 

Samstag,14.11., 15 Uhr Marionettentheater Wiesloch (Prof. Schneider)
»Gareng auf Brautschau«

 

Schatten-Lustspiel mit original javanischen Büffelleder-Flachfiguren

Gareng, Sohn einer Komödiantenfamilie, klein, knubbelig und hinkend, hat sich bei einer Vorstellung in eine schöne Frau verliebt und er glaubt, dass seine Liebe erwidert wird. Unglücklicherweise ist die angebetete Purbawati eine Prinzessin und hat einst festgelegt, dass sie nur einen guten Kämpfer als Bräutigam akzeptieren würde. Pech für den kleinen Gareng, aber mit Hilfe seiner Familie gelingt es ihm, den stärksten Kämpfer auszuschalten. Dieser rächt sich dadurch, dass er Purbawati entführen läßt. Und wieder arbeitet die Familie, besonders der listige Petruk, zusammen und alles, wie es bei einer Komödie zu sein hat, kommt zum glücklichen Ende. Nur ein Problem bleibt offen: wer übernimmt die Krone?

 

60 Min, ab 10 Jahre und Erwachsene
Spiel: Prof. Dr. Peter Schneider, Christina Schneider,
Musik: Michael Zimmermann (Gitarre)

 

 

Samstag 14.11. 2015, 19 Uhr, Schattentheater Vagantei Erhardt
»Dr. Faustus«

 

Nach alten Theatervorlagen (u.a. K. Simrock) bearbeitet von F. und Y. Paasche.
Die Geschichte von Doktor Faustus, basiert auf einer realen Person, die in Baden wirkte und wohl durch eine Explosion ums Leben kam. Die Grundlagen für das Theaterstück liegen in der »Historia von Dr. Johannes Faustus« (1587)
Lange vor Goethe zeigten Puppentheater in ganz Europa diese dramatische Geschichte. Sie stellten der Beziehung: Faust – Mephisto auf der Diener Ebene: Pickelhäring – Auerhahn gegenüber.
Während Faust - trotz seiner Gelehrtheit – der Hölle nicht entrinnen kann, gelingt dies Pickelhäring. Er ist einer aus dem Volk und Gegenspieler des entrückten Gelehrten Faust. Er spricht wie das einfache Volk, hat dessen Primärbedürfnisse sowie das Bedürfnis ungeschoren durch das Leben zu kommen. Er ist dreist, mit Mutter- witz zuweilen obszön und aufsässig, so dass selbst Teufel verzagen müssen.
Einerseits sind die Fragen nach Grenzen der Wissenschaft, Religion und Ethik weiter aktuell, andererseits sind viele Probleme nur mit Humor und Mutterwitz zu ertragen oder zu lösen.


Unsere Aufführung versucht die Leichtigkeit der mittelalterlichen Stücke mit der Tiefe von Goethes Fassung zu verbinden und zu zeigen: »Faust« kann Spaß machen.

 

70 min, Jugendliche und Erwachsene
Spiel: Anke Küpper, Frieder Paasche, Heiko Schulz,
Technik: Reinhard Köhler

 

 

Sonntag 15.11.2015, 11 Uhr, Schattentheater Vagantei Erhardt
»Vom Fischer und seiner Frau«

 

Frei nach dem Märchen von Otto Runge und den Brüdern Grimm
(Bearbeitung: Ingrid u. Frieder Paasche)
Eigentlich fühlt sich Hans Dudeldee ganz wohl in seinem Leben. Ihm genügt was er hat, mehr braucht er nicht. Wenn nur auch seine Frau zufrieden wäre, dann könnte alles gut sein. Die aber hat viele Wünsche. – Wie soll er die als armer Fischer erfüllen?
Als er eines Tages einen Zauberfisch fängt, scheint sich das Problem lösen zu lassen. Aber was kann selbst ein Zauberfisch schon ausrichten, wenn Wünsche keine Grenzen finden ?
Das zentrale »Butt-Thema«, vielgestaltig und facettenreich eine Fülle von Mythen, Märchen und großen literarischen Werken bis in die Gegenwart hinein durchziehend, hat auch heute nichts an Aktualität verloren: Grenzen sehen, sie setzen und akzeptieren, soll nicht alles große und an sich berechtigte Wünschen und Streben des Menschen zu seinem Unglück führen.
Einfühlsam in Szene gesetzt, vermittelt das Spiel mit hochbeweglichen Figuren, Sprache, Licht und Schatten, Farbe und Musik, Bilder von besonderer Intensität, die Jung und Alt die Thematik erschließen.

 

55 Min, ab 6 und Erwachsene
Spiel: Anke Küpper, Frieder Paasche, Heiko Schulz,
Technik: Reinhard Köhler

 

 

Sonntag 15.11., 15 Uhr u. Montag 16.11., 11 Uhr, Theater Kunstdünger:
»Ophelias Schattentheater«

 

Ein Schau- und Schattenspiel für Kinder und Erwachsene in der poetische Sprache von Michael Ende, verwoben mit humorvollen Einblicken in die Welt des Theaters.
Niemand, außer dem alten Fräulein Ophelia, bekamen die vielen herrenlosen Schatten zu sehen, die sich alle in ihrem Handtäschchen eingefunden hatten. Denn Schatten können sich, wenn sie wollen, unglaublich kleinmachen. Allerdings zankten sie oft untereinander. Das Fräulein Ophelia mochte keinen Streit, außer er wird in der großen Sprache der Dichter und auf dem Theater ausgetragen. Und so kam Ophelia, die ihr Leben lang als Souffleuse in einem kleinen Theater gearbeitet hatte, auf eine gute Idee. Eine Idee, die sie mit den Schatten um die Welt und bis ans Ende und darüber hinaus führt.

 

55 Min, ab 5 Jahre und Erwachsene
Spiel: Christiane Ahlhelm + Andreas Schanz

 

 

Sonntag 15.11., 19 Uhr u. Montag 16.11., 9 Uhr, Schattentheater AG Levana-Schule
»... und es wurde Licht«


Schattentheaterperformance in drei Akten

Das Stück befasst sich, ausgehend von der Schöpfungsgeschichte des Alten Testaments, in drei Akten, mit den Auswirkungen des unverantwortlichen Umganges der Menschheit mit knapp werdenden Ressourcen. Es deckt die heutigen Zerstörungsgefahren für unsere Natur und Umwelt auf und schlägt Wege zur Vermeidung der Apokalypse und des Umdenkens vor.
Eine Schlüsselszene wird sich mit Plastikmüll in unseren Gewässern befassen. Für die Szenenumsetzung wird ein überdimensionaler Plastikteppich symbolisch als Projektionsfläche aufgespannt. Die drei Akte tragen die Titel, Genesis, Apokalypse und Genesis Reloaded.
Das Stück ist in einem Zeitraum von 3 Monaten im Theater-, Deutsch- und Religionsunterricht von 10 Schülerinnen und Schülern der Schattentheater AG entwickelt worden.
Die Premiere des Stückes fand im Rahmen der Dom-Nacht im Trierer Dom, am 25. April 2015 statt.

 

45 min, ab 8 Jahren und Erwachsene
Spieler: Adrian Stamm, Cora Nosbisch, Jasmin Schmitt, Saskia Dollwett, Maria Trescastro
Victor Yakowlev, Lucas Kruppert, Leon Konz, Melanie Thielen
Spielleiter: Carlos Malmedy, Daniela Konz, Susanne Gerten