Milan Peschel

Geboren 1968 in Berlin, absolvierte zwischen 1984 und 1986 eine Ausbildung als Theatertischler an der Deutschen Staatsoper Berlin und arbeitete danach bis 1991 als Bühnentechniker an der Volksbühne Berlin. Anschließend studierte er Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«. Unter der Intendanz von Frank Castorf war Peschel von 1997 bis 2008 festes Ensemblemitglied an der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, absolvierte aber auch Gastauftritte, etwa am Thalia-Theater in Hamburg oder bei den Salzburger Festspielen. Er arbeitete u. a. mit Regisseuren wie Frank Castorf, Dimiter Gottscheff, Thomas Bischoff und Jan Bosse. Als Regisseur arbeitete Milan Peschel für unterschiedliche Theater in Berlin und Dänemark und inszenierte unter anderem Sein oder nicht sein am Maxim-Gorki-Theater und Juno und der Pfau von Sean O’Casey am Deutschen Theater. Am Schauspiel Hannover führte er bei Aus dem bürgerlichen Heldenleben Regie. Neben seiner Theatertätigkeit steht Milan Peschel immer wieder auch vor der Kamera. So spielte er in erfolgreichen TV-Produktionen wie Stauffenberg und übernahm eine Hauptrolle in der Tatort-Folge Weil sie böse sind (2009, Regie: Florian Schwarz). Für seine darstellerische Leistung in Robert Thalheims Netto wurde er 2006 in der Kategorie »Bester Hauptdarsteller« für den Deutschen Filmpreis nominiert. Weitere Kinorollen: Das wilde Leben (2007) und Hans Weingartners Free Rainer (2007) mit Moritz Bleibtreu. 2009 wirkte er in Zwölf Meter ohne Kopf und in dem von Goethes Wahlverwandtschaften inspirierten Film Mitte Ende August mit. 2010 trat er neben Bleibtreu in Oskar Roehlers Jud Süss – Film ohne Gewissen auf. In Andreas Dresens Film Halt auf freier Strecke spielte er die Hauptrolle und wurde dafür mit mehreren Preisen ausgezeichnet (u.a. Gewinner beim Deutschen Filmpreis für die beste männliche Hauptrolle). Außerdem war er neben Matthias Schweighöfer in What A Man, Rubbeldiekatz und in Schlussmacher zu sehen.

Beteiligt in:

Mephisto