Der Silbersee

Ein Wintermärchen von Georg Kaiser mit Musik von Kurt Weill

Premiere: 19.03.2011

Sa 11.02.12 | 19:30–22:10 | Schauspielhaus

© Katrin Ribbe© Katrin Ribbe© Katrin Ribbe© Katrin Ribbe© Katrin Ribbe© Katrin Ribbe© Katrin Ribbe© Katrin Ribbe© Katrin Ribbe© Katrin Ribbe© Katrin Ribbe© Katrin Ribbe© Katrin Ribbe© Katrin Ribbe© Katrin Ribbe

Kurt Weill und Georg Kaiser, zwei der erfolgreichsten Bühnenkünstler ihrer Zeit, schufen Anfang der 1930er Jahre ein Werk, das bis heute jeglicher Genreklassifikation trotzt. Gleichzeitig Oper und Schauspiel, mit einer (wie schon in Weills "Dreigroschenoper") aufregenden musikalischen Mischung aus populären Stilen wie Chanson und Tango, romantisch-sinfonischen Klängen und den berühmten Weillschen Chorälen, ist diese Zeitoper ein waghalsiger Grenzgang. Sie changiert zwischen E- und U-Musik, zwischen Märchen und gesellschaftspolitischer Versuchsanordnung, die eine Utopie der Menschlichkeit auf den Prüfstand stellt.
Sie leben in Hütten am Silbersee. Sie sind arbeitslos und haben kaum zu essen. So beschließen fünf Slumbewohner, in der Stadt einen Lebensmittelladen zu überfallen. Nachdem sie dort nicht mehr erbeutet haben als die für den Abfall aussortierten Waren, wird ihr Anführer Severin auf der Flucht auch noch vom Polizisten Olim angeschossen. Den jedoch plagen plötzlich Gewissenbisse, als er Severins wertloses Diebesgut – eine einzige Ananas – erblickt. Ein wundersam auftretender Bote, der Olim einen Lotteriegewinn überreicht, verschafft ihm die Möglichkeit, seine mitleidvollen Regungen in tatsächliche Hilfe umzusetzen. Doch sein Versuch, einen Gesetzesbrecher mit finanziellen Mitteln zum guten Menschen zu bekehren, gestalten sich weit schwieriger als zunächst gedacht. Erst nach lebensbedrohlichen Krisen finden sich Severin und Olim freundschaftlich vereint, aber völlig verarmt am Silbersee wieder. Ihren Selbstmord vereitelt nur eine magische Schlusswendung, da der See überraschend zufriert und sie so in eine andere Zukunft trägt.

Das Wintermärchen »Der Silbersee« wurde am 18. Februar 1933, drei Wochen nach Machtergreifung der Nazis, uraufgeführt. Schon am 4. März wurden alle Inszenierungen nach Protesten und Boykottdrohungen wieder abgesetzt. Der Komponist Kurt Weill (1900–1959) emigrierte kurze Zeit später in die Vereinigten Staaten, wo er bis zu seinem Lebensende blieb.

Regie Lars-Ole Walburg + Bühne Reinhild Blaschke + Kostüme Anne Buffetrille + Video Bert Zander + Musikalische Leitung / Einstudierung Gesang Thomas Posth + Dramaturgie Volker Bürger + Musikalische Leitung/ Einstudierung Gesang Burkhard Niggemeier + Korrepetition Roman Rofalski

Olim Andreas Schlager + Severin Martin Vischer + Frau von Luber Beatrice Frey + Fennimore Sachiko Hara + Erster Bursche Dominik Maringer + Zweiter Bursche Daniel Nerlich + Dritter Bursche Sandro Tajouri + Vierter Bursche Henning Hartmann + Dicker Landjäger Christoph Müller + Erste Verkäuferin Susana Fernandes Genebra + Zweite Verkäuferin Johanna Bantzer + Lotterieagent Dominik Maringer + Junger Arzt Daniel Nerlich + Krankenschwester Johanna Bantzer + Zofe Susana Fernandes Genebra + Alter Arzt Christoph Müller + Baron Laur Henning Hartmann + Dominik Maringer + Daniel Nerlich + Sandro Tajouri + Beatrice Frey + Johanna Bantzer + Susana Fernandes Genebra + Dominik Maringer + Sandro Tajouri + Henning Hartmann + Daniel Nerlich + Franziska Buttkus + Orchester im Treppenhaus Angelo Bard + Andreas Greiter + Anne Harer + Albrecht Kleinfeld + Scott Keating + Christine Köhler + Sebastian Mangold + Thomas Mielke + Phillipp Möhler + Josephine Nobach + Maria Pache + Peter Müller + Mikael Rudolfsson + Felix Schilling + Sara Sieber + Frederike Timmermann + Simon Hilberding + Luisa Lohmann

Pressestimmen

Kunstvolle Bilder Neue Presse, 21.03.11
mehr
Zwischen Choral und Gassenhauer Bild, 22.03.11
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Gefährlich gut Hannoversche Allgemeine, 21.03.11
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Gelungener Balance-Akt Frankfurter Rundschau, 29.03.11
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Distanz und Drama NDR 1 "Kulturspiegel", 22.03.11
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Publikumsstimmen

Sehr geehrter Herr Freie,

der Name der eingesprungenen Sängerin ist Juila Bachmann.Ich habe ein Konzert von ihr im Bückeburger Schloss gehört und war total begeistert. Sie singt im "Silbersee" normalerweise nur den Schluss-Choral solo. Aber allein deswegen bin ich zum zweiten Mal hineingegangen.

Bremen 1.6.12

Ronald Klotz 01.06.2012, 15:43

Bin völlig ohne Vorbereitung in das Stück gegangen und ob des Endes leicht verwirrt wieder hinaus.
Dennoch: absolut sehens- und hörenswert! Besonders gilt dies für die junge Sängerin, welche als Fenimore eingesprungen ist - einfach Klasse!
Leider habe ich mir den Namen nicht gemerkt :-(

Thomas Freie 29.04.2012, 22:58

fabelhafte schauspieler, ein simples aber tolles bühnenbild und wunderbare musik. ein fantastischer abend!

Antonia 12.02.2012, 02:42

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