Tanz! Fotografien von Dirk Meußling

TANZ! Fotografien von Dirk Meußling

Sonderausstellung 24. September bis 6. Dezember 2009


Der Fotograf Dirk Meußling gibt seit vielen Jahren dem Theatermuseum sein fotografisches Gesicht. Begonnen hat die Zusammenarbeit mit seinen Autorenporträts (Günter Grass, Harry Rowohlt, Walter Kempowski, Marcel Reich-Ranicki, Thea Dorn u.a.), aufgenommen anläßlich der Lesungen der Buchhandlung Sachse & Heinzelmann und die des Theatermuseums.
Seine Fotos prägen auch das Erscheinungsbild des Theatermuseums zum 75. Geburtstag, worauf vor zwei Jahren eine eigene Folge von Schauspieleraufnahmen anläßlich des 80. Jubiläums folgte.
So wie es verschiedene Regiehandschriften im Theater gibt, die sich an den unterschiedlichsten Stücken beweisen, so ist es immer wieder spannend zu verfolgen, wie Dirk Meußling mit den verschiedensten Themen umgeht. Er braucht neue Herausforderungen. So ist es ihm im Grunde nur recht, daß er einmal Schriftsteller porträtiert, für das Hotel Ritz-Carlton in Wolfsburg ein Kochbuch mit dem Drei-Sterne-Koch Sven Elverfeld realisiert oder den erfolgreichen Bildband »Das neue Hannover« mit seinen Fotos gestaltet. Ein weiterer wichtiger Teil seiner Arbeit sind Fotoaufnahmen für namhafte Unternehmen aus der Industrie und dem Dienstleistungsbereich.

Schon mit 12 Jahren beginnt Dirk Meußling, Jahrgang 1967, aufgewachsen in Hannover, zu fotografieren. Erste Arbeiten entstehen für die Staatsoper Hannover als 16jähriger. In dieser Zeit lernt er seinen späteren Lehrer Joachim Giesel kennen. Veröffentlichungen im Kulturbereich und Produktionen für das Schauspielhaus Hannover folgen. Seit 1993 arbeitet Dirk Meußling als selbständiger Fotograf. Er lebt und arbeitet heute mit eigenem Studio in Isernhagen vor den Toren Hannovers.
Jetzt zeigt er im Theatermuseum erstmals überhaupt seine großformatigen Tanzfotografien. Die Fotos überraschen. Ungewöhnlich umgesetzte Motive, fast malerisch anmutend, scheinen die Farbigkeit der Fotos in Bewegung zu bringen. Aus ihr lösen sich langsam Gestalten. Erst bei längerer Betrachtung treten die Tänzer oder einzelne Paare hervor. Dabei sind die Fotos nur mit Hilfe einer Kamera und ohne spätere digitale Bildbearbeitung entstanden.