Rudolf Schock

Rudolf Schock &  die Roelens.

Der Tenor und das Fräulein

(Sonderausstellung 12. Februar bis 13. Mai 2012)

 

HÖR ZU: »Es gibt Rudolf-Schock-Fan-Klubs. Braucht ein Tenor eigentlich Fans?«

Rudolf Schock: »Hier besteht ein Unterschied. Schlagersänger haben Fans – ich habe Verehrer!«

 

Bewundert und geliebt als Opern-, Operetten-, Film- und Fernsehstar ist Rudolf Schock (1915-1986) vielleicht der erste große deutsche Künstler überhaupt, der die modernen Medien zu nutzen verstand und durch sie zu einem Sänger mit »Kult-Status« avanciert.

Obgleich einer der größten Tenöre des 20. Jahrhunderts bleibt der in kleinbürgerlichen Verhältnissen geborene und aufgewachsene Künstler sein Leben lang volksnah wie kaum ein anderer Opernstar. Nicht selten kommt es vor, daß er bei zufälligen Begegnungen in Wald und Wiese mit seinen Nachbarn gemeinsam Volkslieder intoniert!

 

 

Fan-Klubs von Rudolf Schock gibt es bereits Anfang der 1950 Jahre in ganz Deutschland. Die Vorsitzende des Rudolf-Schock-Klubs in Wetter an der Ruhr heißt »Frl. Roelen«. »Schöne Bilder aus allen Gegenden mit Rudolf Schock und lieben Bekannten« ist eines der zahlreichen Photoalben benannt, die sie in über zehn Jahren angelegt hat. Neben privaten Photographien ihrer persönlichen Begegnungen mit dem Tenor, finden sich auch Presseartikel und Postkarten mit Rollenporträts.

Ausgestellt ist ein ganzes Konvolut von photo-biographischen Materials zu Rudolf Schock, auch Schallplatten und persönliche Erinnerungsstücke sind zu sehen. Die Kabinettausstellung zeigt in berührender Weise, daß es Starkult nicht nur in der Popkultur und nicht erst seit Michael Jackson gibt.

Der informative und bildreiche Katalog zur Ausstellung kostet 5 €.

 

Eine Ausstellung der Theaterwissenschaftlichen Sammlung Schloß Wahn.