Marlene Dietrich

Marlene Dietrich Photographien von Milton H. Greene (u.a.)

Sonderausstellung 13. Januar bis 27. März 2011

 

»I’ ve been photographed to death.« M. D.

 

Marlene Dietrich (1901-1992) ist sich zeitlebens bewußt, daß man als Ikone nur Bestand hat, wenn man sich rar macht. Ihr radikaler Rückzug in den letzten Lebensjahren ist die Konsequenz daraus: Die Nachwelt soll allein die perfekte Diva in Erinnerung behalten.

Glücklicherweise gibt es die Photographien des amerikanischen Starphotographen Milton H. Greene (1922-1985). Seine Aufnahmen von Marlene Dietrich entstehen während vier Sitzungen in den Jahren 1952, 1953, 1955 und 1972. In der Ausstellung sind 42 zumeist unveröffentlichte Aufnahmen zu sehen, ergänzt durch Photographien der großen Hollywood-Studios.

Bereits jenseits der 50 präsentiert sich Marlene Dietrich als neuer Superstar des Entertaineruniversums in ihrer ersten Solo-Show in Las Vegas. Die Photographien zeigen sie meist in laszivem Schwarz, im obligatorischen Frack mit Zylinder – eine glitzernde Abstraktion von Weiblichkeit mit androgyner Aura.

Milton H. Greene macht in seinen Bildern sichtbar, was Marlene Dietrich von sich preiszugeben bereit ist. Die Spuren des Alters sind keine unheilbringenden Boten, die auf das Vergessenwerden und Verschwinden verweisen. Sie steht und liegt vor der Kamera, betörend schön, ihr gehört der Ort und die Zeit. Die Bilder beschädigen nicht ihren Mythos, sondern betonen vielmehr ihre Kraft, faszinierende Ausstrahlung und Virtuosität – sie ist lebendig bis heute.

 

Die Sonderausstellung feierte in Hannover ihre Premiere.

 

Eine Ausstellung, kuratiert von Ina Brockmann Peter Reichelt, Mannheim.