DER FILMSCHAUSPIELER DIETER BORSCHE ALS BALLETTTÄNZER BEI YVONNE GEORGI. Hannover 1930 bis 1935

Dieter Albert Eugen Rollomann Borsche wird am 25. Oktober 1909 in Hannover geboren. Er entstammt einer musisch-musikalischen Familie: Seine Mutter, Anna Friederike Berta, ist Oratoriensängerin, sein Vater Willi Felix Borsche Musiklehrer und Kammermusiker der Städtischen Oper. Von 1900 bis 1909 spielt dieser als Bratschist am Opernhaus.

Der junge Dieter Borsche widmet sich nach seiner Schulzeit dem Ballett und nimmt Tanzunterricht bei Yvonne Georgi und Harald Kreutzberg. Sein Name taucht zum ersten Mal 1928 in den Ballettprogrammen der Städtischen Oper Hannover auf: Dort beginnt er im April 1928 zunächst als (unbezahlter) Tanzvolontär sowie als Komparse und Statist. Im Dezember 1928 wird Borsche Tanzeleve und tritt in jenem Jahr z.B. in »Turandot« und im Pantomimischen Ballett »Die Puppenfee« auf. Ab Juli 1929 gehört Dieter Borsche fest zum Ballettensemble unter der Leitung von Yvonne Georgi. Neben seiner Tätigkeit als Tänzer nimmt Dieter Borsche Unterricht bei der Schauspielschule Blech.

Im Juni 1933 endet Dieter Borsches Vertrag mit der hießigen Oper und er wechselt ans Deutsche Nationaltheater Weimar. Nach einer kurzen Zwischenstation am Theater in Kiel erhält Dieter Borsche 1939 in Danzig ein Engagement. Drei Jahre später geht Borsche an die Städtischen Bühnen Breslau, wo er bis zur Schließung des Theaters im Herbst 1944 auftritt. Er wird, ein Jahr vor Kriegsende, zum Wehrdienst eingezogen und gerät in der Eifel in Kriegsgefangenschaft.

Ende 1946 begegnet Dieter Borsche in München dem Schauspieler Bernhard Minetti, der ihn daraufhin erneut an die Städtischen Bühnen Kiel holt.

 

 

Pressestimmen:

Neue Osnabrücker Zeitung, 01.03.2017: Dieter Borsche- Ein deutscher Filmstar der 1950er Jahre

Weser Kurier, 07.03.2017: Arzt, Kaplan, Prinz - Ausstellung über den Mimen Dieter Borsche