KURT SCHWITTERS UND DIE STÄDTISCHEN BÜHNEN HANNOVER. 1929 bis 1933

 

»Mir tut der Unsinn leid, daß er bislang so selten künstlerisch geformt wurde, deshalb liebe ich Unsinn.«

 

Kurt Schwitters erhält 1929 von der Stadt Hannover den Auftrag zur einheitlichen Gestaltung aller städtischen Druckerzeugnisse. Es sinf fast hundert Amtstellen der Stadtverwaltung, für die er Vordrucke, Briefbögen, Briegumschläge, Postkarten, Eintrittskarten etc. entwerfen soll. Der Auftrag umfasst alle offiziellen Formulare, Urkunden von der Geburt, über Schulabschlüsse, bis hin zur Einäscherung, sowie die Drucksachen der städtischen Betriebe, wie den Städtischen Bühnen Hannover. So kam es, dass der Merz-Künstler Schwitters auch die Programmhefte von Oper und Schauspiel, für die Spielpläne, Theaterzettel und Eintrittskarten gestaltete.

 

Das Erscheinungsbild jener Drucksachen für die Städtischen Bühnen Hannover zwischen 1929 und 1933 steht im Mittelpunkt der Ausstellung. Um Kurt Schwitters´Entwürfe gestalterisch besser einzuordnen und betrachten zu können, zeigt die Ausstellung auch, wie die Programmhefte und Theaterzettel vor und nach Schwitters umgesetzt wurden. So beginnt die Sammlungsschau aus dem Archiv des Theatermuseums zeitlich bereits 1915 und endet 1950.

 

»Typographie kann unter Umständen Kunst sein.«

Diese Grundsatz stellt Kurt Schwitters 1924 in seinen Thesen über Typographie ale ersten Leitgedanken in den Raum. Er ist auch der Leitsatz der Ausstellung, welche uns nicht nur den Künstler Schwitters, seine dichterischen und gestalterischen Experimente und Aufbruchsgedanken näherbringt, sondern zugleich auch einen besonderen Einblick in die Stadtgeschichte Hannovers bietet.

 

Pressestimmen:

HAZ, 23.02.2017: Wie Kurt Schwitters Hannovers Bühnenwelt prägte

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