Hufschmidt liest: Doktor Faustus

Dieter Hufschmidt liest Thomas Mann (V)

LANGZEITLESUNG | So 12.11.17 | 17:00 | Cumberland


  • © Katrin Ribbe

ZUM STÜCK

1943 stößt der fast 70-jährige Thomas Mann auf einen Drei-Zeilen-Plan aus Jugendtagen, »Dr. Faust«. Zunächst überrascht, dann unwiderstehlich angezogen, arbeitet der deutsche Emigrant mit tschechischem Pass die nächsten vier Jahre an Doktor Faustus. Das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde. Es wird sein persönlichster und politischster Roman, ein höchst musikalisches Buch, sein großes Alterswerk und Vermächtnis an seine Landsleute.

Die Arbeit an dem »Musikerroman«, der in der Musik (vom Kuhstall bis zu Adorno-Wiesengrund) die »deutsche Welteinsamkeit«, verkörpert in der Figur des Teufelsbündlers Leverkühn, darstellt, wird begleitet von täglichen Notizen (»Zweites Bombardement Berlins in 48 Stunden«), Notizen, die dann im Goethejahr 1949 erscheinen als Die Entstehung des Doktor Faustus. Roman eines Romans. Diese Notizen sollen immer wieder in die Lesung des ganzen Romans einfließen.

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