Medea

nach Franz Grillparzer und anderen

18:45 Sektumtrunk zum 25-jährigen Jubiläum der Schauspielhaus-Eröffnung (für alle Besucher*innen der Medea-Vorstellung)

eine Pause | Achtung, besondere Anfangszeit! | 25 JAHRE SCHAUSPIELHAUS | Sa 25.11.17 | 19:00–22:00 | Schauspielhaus


  • © Katrin Ribbe
  • MEDEA
    © Katrin Ribbe
  • MEDEA
    © Katrin Ribbe
  • MEDEA
    © Katrin Ribbe
  • MEDEA
    © Katrin Ribbe
  • MEDEA
    © Katrin Ribbe
  • MEDEA
    © Katrin Ribbe
  • MEDEA
    © Katrin Ribbe
  • MEDEA
    © Katrin Ribbe
  • MEDEA
    © Katrin Ribbe
  • MEDEA
    © Katrin Ribbe
  • MEDEA
    © Katrin Ribbe
  • MEDEA
    © Katrin Ribbe
  • MEDEA
    © Katrin Ribbe
  • MEDEA
    © Katrin Ribbe

ZUM STÜCK

Keine andere Frauengestalt der antiken Literatur hat in ihrer Wirkungsgeschichte einen so prägenden Eindruck hinterlassen wie Medea - bis heute. Als Mörderin des Bruders, des Onkels, der Nebenbuhlerin und ihrer beiden Kinder umgibt sie eine Aura aus Schrecken und Faszination. Zahllose Nacherzählungen und Überschreibungen suchen nach einer Deutung. Der monströse Kindsmord steht am Ende. Es gibt eine Vorgeschichte. Medeas Vater Aites, König der Kolcher, den Griechen Inbegriff der Barbaren, ist unrechtmäßig in den Besitz des Goldenen Vlieses gekommen. Die Argonauten unter der Führung Jasons suchen Kolchis heim, um den Raub zu rächen. Medea, ausgestattet mit Zauberkräften, hilft den Fremden, verliebt sich in ihren Führer, opfert ihm Vater und Bruder und flieht mit ihm aus der Heimat. Nach langer Irrfahrt, in Jasons Heimat nicht willkommen geheißen, gelangen sie nach Korinth. Kinder wurden ihnen geboren, doch die Liebe ist erloschen. Medea bleibt hier eine Fremde. Der einst strahlende Held Jason wird zum Pragmatiker und geht eine Beziehung zur jungen Königstochter Kreusa ein. Sie sichert ihm und den Kindern ein Leben in Frieden, Medea gibt er preis. Entwurzelt, den Verrat nicht verwindend, holt sie zur Rache aus und katapultiert ihr Leben, da es zum kleinbürgerlichen Beziehungsdrama zu verzwergen droht, zurück in mystische Dimensionen.

FRANZ GRILLPARZER (1791 – 1872) hat den mythischen Stoff in seiner Trilogie Das goldene Vlies in eine geschichtsphilosophische Tragödie verwandelt, in eine Geschichte der Gewalt, die aus Ignoranz, Missverständnissen und Fehldeutungen entsteht. Seine Bearbeitung ist Ausgangspunkt von Tom Kühnels Beschäftigung mit dem Stoff, der durch die Jahrhunderte unterschiedlichste Wandlungen erfahren hat.

 

 

25 JAHRE SCHAUSPIELHAUS


Am 27. November 1992 wurde im neu eröffneten Schauspielhaus die erste Premiere gefeiert: Thomas Reichert inszenierte damals Ödön von Horváths Glaube Liebe Hoffnung. Endlich hatte Hannover nach jahrzehntelangem Ringen sein eigenes Schauspielhaus! Zum 25-jährigen Jubiläum lädt das Schauspiel nun alle Besucher der Medea-Vorstellung vom 25. November um 19:00 Uhr zu einem Sektumtrunk ein: Unmittelbar vor dem Einlass um 18:45 Uhr möchte Intendant Lars-Ole Walburg mit dem Publikum anstoßen. Als Jubiläumsgäste werden Alt-Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg und die GFS-Vorsitzende Angelika Nauck kurze Ansprachen halten. (Am exakten historischen Termin, dem 27. November, wird im Schauspielhaus nur vormittags gespielt. Dann laufen zwei Schulvorstellungen von In 80 Tagen um die Welt.)

REGIETEAM

Regie Tom Kühnel + Bühne Jo Schramm + Kostüme Daniela Selig + Musikalische Leitung Tomek Kolczynski + Dramaturgie Judith Gerstenberg

BESETZUNG

Mit Katja Gaudard, Carolin Haupt, Vanessa Loibl, Philippe Goos, Mathias Max Herrmann, Rainer Frank, Dennis Pörtner, Sebastian Weiss, Pippa Ashton-Ribbe, Eva Kirsten, Lina Hüllmandel, Julia Peschel

PRESSESTIMMEN

Pressestimmen

Was für ein schöner Spielzeitauftakt! Hannoversche Allgemeine, 02.09.17
mehr
Überzeugend Kreiszeitung, 04.09.17
mehr
Ein intellektueller und sinnlicher Genuss Neue Presse, 02.09.17
mehr

PUBLIKUMSSTIMMEN

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!


Wir bitten um sachbezogene Kommentare. Die Veröffentlichung erfolgt nach vorheriger Prüfung durch die Redaktion.

Neu laden

Bitte übertragen Sie die Zeichen im Bild in das obige Feld. Es wird zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden.

Publikumsstimmen

Gleichgültig, ob ein bedrohlich-monotones Klangspiel das Geschehen begleitet (Kolchis) oder eine verwilderte E-Gitarre erklingt (Korinth), der Grundton der Geschichte, von der Inszenierung geistreich in Bilder und Klänge verwandelt, bleibt immer der gleiche: Das Fremde muss identifiziert, ausgesondert und vernichtet werden. So ist der »moderne« Kreon nicht weniger barbarisch als der im höfischen Ritual erstarrte Aietes von Kolchis.
Es war schon seltsam, wie betäubend, einen seltsamen Sog entfaltend die Musik vor der Pause auf uns wirkte, verbunden mit den puppenhaften Bewegungen und feierlich-bizarren Kostümen und dem deklamatorischen Ton, in dem der Text vorgetragen wurde. So erstickend wirkt eine ritualisierte Gesellschaft! Direkt ins Herz trifft im zweiten Teil die Härte der Korinther – da können sie noch so lässig auf dem Sofa lümmeln.
Heftig durchgerüttelt schleicht man von dannen und kommt erst in der Cumberland-Bar bei einem Bio-Riesling wieder zu sich…

Sabine Lamperski-Konitzer 14.01.2018, 11:30

TERMINE & KARTEN

Termine

01.02.Do 19:00Karten
08.02.Do 19:00Karten

Weitere Termine folgen

VIDEO

Video

Karten-Hotline

0511.9999 1111

PLAKAT

 

THEATERPÄDAGOGIK

Theaterpädagogik

Kartenbuchungen für Schulklassen bei
Christine Klinke
Tel. 0511.9999 2855
Workshops vereinbaren Sie mit Bärbel Jogschies
Tel. 0511.9999 2851
Unterrichtsmaterial