Beeindruckender Theaterformen-Eklektizismus

Die durchaus ernsthaft geführte Diskussion um Repräsentation im Stadttheater ("Es ist einfach mal an der Zeit, dass nicht nur heterosexuelle, weiße Männer auf der Bühne stehen!", fordert der von Maximilian Grünewald ziemlich weiß und heterosexuell gespielte Spitta) steht fröhlich neben einem reizenden "Wir probieren von Antike bis Biedermeier, von bürgerlichem Trauerspiel bis Renaissance mal alle Theaterformen durch"-Eklektizismus. Und als ob das nicht reichen würde, mixt Eisenach auch noch nonchalant Rollen und Geschlechter. Am beeindruckendsten ist zweifellos, dass dieses Stolpern durch die Bezugsebenen über weite Strecken funktioniert.

+ 22.03.19 + nachtkritik + Falk Schreiber +

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