Staatsschauspiel Hannover

Publikumsstimmen

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Publikumsstimmen

Die Edda

Ich hatte vorher keine Berührungspunkte mit der Edda und auch wen viele Elemente in Bezug auf einzelne Mythen nur tangiert wurden (die Edda hat eben eigentlich keine klassische Erzählweise, wie wir sie kennen, wie ich im tollen Vortrag in der Pause gelernt habe), hat mir das Stück tiefen Einblick in die nordische Sagenwelt und die damit im Stück verknüpften Elemente und Gedanken über das menschliche Dasein aufgezeigt dank einer Inszenierung die mutig genug war viele Erzählstränge miteinander zu verknüpfen, gleichzeitig, nebeneinander, übereinander und untereinander laufen zu lassen- mit großem Erfolg.
Zukunft, Vergangenheit, Ende, Anfang, Tod und Leben, das alles scheint ineinanderzugreifen.
Besonders ergreifend war dabei der Auftakt in den ersten 10 Minuten, der einem wirklich Gänsehaut gemacht hat, wenn die Erzählstimme aus dem Off Ragnarök, das Ende gleich zu Beginn in bis zu sich überschlagender, schreiender Stimme schildert, untermalt mit grandiosen Nebel- und Lichteffekten - um dann unmittelbar und unerwartet in eine Art Museumsführung überzugehen, die den den Hintergrund der Edda erklärt. Solche unmittelbaren Brüche sind überraschend aber immer stimmig mit dem Hintergrundmaterial und dem Konzept der Edda und decken eine ganze Bandbreite an Emotionen, in einem Moment lacht man über Lokis Tricksereien und wird im nächsten gefesselt und ergriffen von der geschickt ausgewählten Musik, die Live auf der Bühne instrumentiert und gesungen wird (besonders ergreifend "My body is a cage - Arcade Fire"). Das ganze ist eine wahre Tour de Force durch die nordische Mythenwelt, großartig inszeniert, mit einem wahnsinnig aufwändigen Bühnenkonzept, tollen Schauspielern und Kostümen.
4 Stunden vergingen wie im Flug und ich glaube, wenn man es sich nochmal anschaut, wird man immer wieder neue Elemente entdecken können. Ich freue mich darauf, denn es war ganz großes Theater!

Benedikt Fleischer 05.07.2018, 18:15

Die Edda

Wie es schon in der Beschreibung stand; DIESE Edda ist eine "Neuerzählung".
Diejenigen die die bekannte Edda erwarten werden nicht das bekommen was sie aus bekannten Büchern oder Filmen kennen.


1. Die Geschichte wird nicht so dargestellt wie es in bekannten Büchern/ Hörbüchern erzählt wird
2. die bekannte Chronologie ist frei gewählt und ein roter Faden ist, für Zuschauer die die Edda nicht kennen, nicht verfolgbar
3. Das Ende, Ragnarok, tritt nicht ein
4. Das Thema Alkoholkrankheit konnte ich nicht in Verbindung mit der Edda bringen

Es gibt aber nicht nur Negatives zu berichten:

1. die Schauspielerische Leistung war ausgesprochen gut ( speziell das Ende )
2. die Pause wurde unglaublich gut genutzt mit einem spannenden Vortrag
3. das Bühnenbild war lebendig, selbst das in Helheim
4. die Gesänge und die Musik - wunderbar!

Wie es schon in der Beschreibung stand; DIESE Edda ist eine "Neuinterpretation".
Diejenigen die die bekannte Edda erwarten werden nicht das bekommen was sie aus bekannten Büchern oder Filmen kennen.


Grüße
Stefan Golombek

Golombek Stefan 05.07.2018, 18:09

Die Edda

Der Abend hat ne Wucht und ist ne Wucht!!

M. Dehne 28.06.2018, 22:00

Die Edda

Eine sehr fesselnde und kurzweilige Inzonierung. Das schwierige Thema interessant umgesetzt. Vorallendingen eine grossartige Gesammtleistung von Schauspielern und Technik und Bühnenarbeiter. Ich hätte mir gewünscht, dass bei der langen Aplauszeit die Schauspieler auch die anderen Mitwirkenden mit auf die Bühne geholt hätten.

Helga Dobrick-Kroeber 24.06.2018, 21:22

Geächtet

Wir wünschen Frau Bantzer gute Besserung! Der Graben sollte besser etwas schmaler gebaut werden, wenn er öfter mit Highheels übersprungen werden muss. Das Stück hat uns gut gefallen. Die schlummernden Vorurteile und versteckten Feindbilder gepaart mit großkotziger Arroganz wurden eindrucksvoll herausgearbeitet...

Gudrun Gudrun Fernholz 19.05.2018, 11:19

Nathan

Der große Berg Schuhe hat in mir sofort eine große Traurigkeit geweckt. Ich glaube kaum, dass ich dieses Stück werde ertragen können. Für Menschen wie mich, die in der Zeit des traurigen Geschehens gelebt haben, ist es denke ich schwer. Ich habe aber auch Zweifel, dass Theater, Film oder andere Aktionen etwas verändern. Die Menschen haben sich nicht verändert. Daher kann sich das Geschehen jederzeit wiederholen.
Edelgard Wollny

Edelgard Wollny 18.05.2018, 15:53

Hedda Gabler

Hedda – Gabler. Hedda – Gabler. Hedda Gabler.
Ein Vorhang tut sich auf und bringt die Duftglocke des Wohlstands des Kulturgenießenden im Zuschauerraum mit jedem Akt -mehr- ins Wanken. Ein klarer Klang als Aufruf zur Selbstinnenschau und zur Selbstkritik schwingt nach.
Eine großartige Aufführung mit vielen kleinen Details zum Beobachten, Entdecken, Staunen, Erschrecken und Bejubeln. Vielen Dank!

Aline Kolletzki 17.05.2018, 16:20

Dylan: A Changin'

»The circus is in town« … Spannende Annäherungen an einen der großartigsten, eigenwilligsten Zeitgenossen. Ein Abend, der rockt und rollt!

Martin Murch 06.05.2018, 14:11

Qualityland

Ein hochaktuelles Stück. Für ein Sciene Fiction erschreckend nah an unserer Realität.

Ich möchte hier nur kurz einen Gedanken zu ersten Spielhälfte loswerden und zwar geht es um den Moment der Warteschleife in dem
sich der Protagonist Songs aus seinem Leben anhören muss bis er endlich an der Reihe ist.
Direkt erschließt sich mir wir quälend es für ihn sein muss so unmittelbar nach der Trennung die Kuschelrocksongs hören zu müssen, die er am liebsten beim Sex mit seiner Expartnerin hörte. Das macht sein Ausdruck deutlich. Doch dann verharrt er körpersprachlich und mimisch in diesem leicht gequältem Ausdruck während nun ein Song nach dem anderen gespielt wird. Durch den weißen Gasevorhang der Kammer legen dafür die Musiker und Sänger einen drauf. Sie verhindern in diesem Moment die Qual des Publikums indem sie wir viel in Ihren Ausdruck legen. Allerdings verblasst dieser im wahrsten Sinne durch die Gaze der Kammer. Ich sehe hier zwei Potentiale . Zum einen wünschte ich mir mit dem Protagonisten zu jedem Song eine Reise in seine Vergangenheit. Was war das besondere Erlebnis ?
Warum taucht er nicht in diese Gefühlswelt ein und nimmt in seinem inneren Bild gefühlvoll Kontakt zu der Droidin auf um dann pointiert von der Warteschleifenansage aus diesem Bild gerissen zu werden ?
So bleibt das Spiel flach und es kommt hier etwas Langeweile ob der vielen Wiederholungen auf.

Eine andere Möglichkeit wäre es, die tollen Sänger und Musiker sein Innenleben in der Warteschleifenzeit darstellen zu lassen. Dafür dürfte dann aber die Gazekiste nicht von Außen beleuchtet werden. Denn das lässt das Spiel darin verblassen. Rote oder lilane Beleuchtung aus dem Inneren der Kiste könnte auch sein Innenleben und damit die Dramatik dieser Sequenz beleben. Insgesamt hätte ich mir ein Betonung dieses Aspekts gewünscht. Wie lebt ein Emotionalwesen in einer durchoptimierten Zeit.
Insgesamt eine gelungene Inzenierung.
Vielen Dank für dieses Stück und
viel Spaß bei den nächsten Aufführungen

wünscht
Robert Brand

Robert Brand 01.05.2018, 10:12

Perplex

Voller Respekt für Janko! Als Mann ziehe ich da echt meinen Hut was er sich da traut! Klar - er muss sich keinesfalls verstecken, aber trotzdem. Jetzt verstehe ich auch den Kommentar von Harald Franke. Wobei in diesem Moment eher der Schauspieler als die Szene "haarig" ist.

Arne Ley 01.05.2018, 00:13

Die Edda

Prima! Vor allem der erste Teil rasant, kurzweilig und toll "bebildert" und gespielt

Wolfgang Krüger 24.04.2018, 09:29

Kabale und Liebe

Besten Dank an Frau Krauß dafür, daß sie am Ende der Vorstellung ausgesprochen hat, wie sie sich bei dem Publikum des heutigen Abends gefühlt hat. Leider fürchte ich, daß es bei den meisten nicht den erwünschten Erfolg haben wird.

Ich weiß nicht, ob ich die Lehrer, die diesen Haufen ständig ertragen müssen, bedauern oder fassungslos sein soll, daß sie sich mit denen in die Öffentlichkeit trauen.

Frank Widdel 09.04.2018, 22:53

Mephisto

Wir hatten uns vorbereitet, nicht den Roman gelesen, aber über die Entstehung, den Author Klaus und seine Familie Mann, seine Flucht, den Kampf aus dem Exil über Göring und Gründgens. Wir waren bei der (guten) Einführungsveranstaltung. Danke dafür! Man geht also ins Theater, nicht nur um sich unterhalten zu lassen, sondern auch bereit, etwas aktiv und um sich zu bilden. Dann ein schönes Stück, Revue, Panoptikum. Aber auch kompliziert. So viele Rollen alle spielen den Höfgen. Das wird durch die Einführung noch verständlich. Schwieriger wird's: wen spielen sie noch? Kommt selten 'rüber - vermutlich unwichtig? Wunderbare Dolly vermutlich aus dem Fundus in Babelsberg -fährt mir vor der Nase 'rum, soll sagen: es geht irgendwie auch ums Kino. Das ist da, wo King Kong wohnt und wo sich Zuschauer nicht vorbereiten müssen und die Dolly nicht im Bild ist.
Und wieder hatte ich das Gefühl: die Hälfte an Andeutungen und Bezügen bleibt mir verborgen. Die sind so viel schlauer als ich, diese Theaterleute. Das geht gar nicht, dass ich das alles verstehe, was die nicht so genau sagen wollen.
Aber schöne Bilder, eine großartige Drehbühne, der Einsatz von Klavier und Gesang, ganz großes Theater. Dann wie am Vortag gegen Werder-Bremen: nach der Halbzeit zunächst noch gut dann aber mit Längen und der schöne Eindruck weicht der Ermüdung und dem Unklaren. Dann Kino. Und damit Strafe für die teuren Plätze vorne. Genickstarre auf kleine miese Leinwand hoch oben. Minutenlang spielen die echten, lebendigen Schauspieler hinter der Bühne. Damit ich mich wie im Kino fühle? Nee, das war nichts, konnte nichts sehen, nicht folgen, bin eingenickt. So eine Verschwendung von Schauspielkunst! Mensch lasst doch diesen Video-Quatsch weg, zeigt uns die Schauspielerinnen und Schauspieler in 3D! Ich komme ins Theater und will dort nicht schlechtes Kino sehen. In dieser Inzenierung waren 30 Minuten Nachspielzeit zu viel. Die waren schlimmer als die vier Minuten gegen Bremen.

Ralf Eulig 09.04.2018, 20:59

Rausch

Mir hat der Abend - vor allem die schauspielerischen Leistungen - großes Vergnügen gemacht. Geärgert habe ich mich über die humorlosen, oberlehrerhaften Kritiken in den hannoverschen Zeitungen.

Claudia Brebach 09.04.2018, 15:12

Die Zukunft der Liebe

Tolle bewegende Momente, witzig, super schauspielerische Leistung der Laien und ein tolles Bühnenbild!

A. P. 07.04.2018, 12:16

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