Rotkäppchen und der Wolf: Ein Drama

von Martin Mosebach

  • ROTKÄPPCHEN UND DER WOLF: EIN DRAMA
    © Katrin Ribbe
  • Rotkäppchen und der Wolf: Ein Drama
    © Katrin Ribbe
  • Rotkäppchen und der Wolf: Ein Drama
    © Katrin Ribbe
  • Rotkäppchen und der Wolf: Ein Drama
    © Katrin Ribbe
  • Rotkäppchen und der Wolf: Ein Drama
    © Katrin Ribbe
  • Rotkäppchen und der Wolf: Ein Drama
    © Katrin Ribbe
  • Rotkäppchen und der Wolf: Ein Drama
    © Katrin Ribbe
  • Rotkäppchen und der Wolf: Ein Drama
    © Katrin Ribbe
  • Rotkäppchen und der Wolf: Ein Drama
    © Katrin Ribbe
  • Rotkäppchen und der Wolf: Ein Drama
    © Katrin Ribbe
  • Rotkäppchen und der Wolf: Ein Drama
    © Katrin Ribbe
  • Rotkäppchen und der Wolf: Ein Drama
    © Katrin Ribbe
  • Rotkäppchen und der Wolf: Ein Drama
    © Katrin Ribbe
  • Rotkäppchen und der Wolf: Ein Drama
    © Katrin Ribbe

ZUM STÜCK

Das letzte Stück dieser Spielzeit und das letzte unter der Intendanz von Lars-Ole Walburg wird eine Feier des Erzählens selbst, in all seinen Spielformen. Hierfür hat Hausregisseur Tom Kühnel ein lang vergriffenes, gerüchteumwobenes Kleinod der deutschsprachigen Dramenliteratur ausgegraben, geschrieben von Martin Mosebach. Der 2007 mit dem Georg-Büchner-Preis geehrte Autor gilt als einer der letzten großen Sprachkünstler unserer Zeit und als literarischer Exzentriker, der unbeirrt und weitab vom Mainstream die Fülle der Differenzierungsmöglichkeiten der Sprache erforscht und auf allen Feldern der Literatur, wie Roman (Das Beben, Mogador), Reportage, Drama, Hörspiel, Opernlibretto (Neubearbeitung des Fidelio) und Film-Drehbuch (gemeinsam mit der Künstlerin Rebecca Horn: Buster’s Bedroom) zuhause ist.

 

Der Überzeugung folgend, dass es weniger um das »Was« als um das »Wie« gehe, hat Martin Mosebach mit Rotkäppchen und der Wolf einen allseits bekannten Stoff gewählt, um ihn mit allen Mitteln seiner Kunst in eine literarische Meditation zu überführen. Der alte Märchenstoff verwandelt sich unter seiner Hand in ein modernes Versdrama, halb Mysterienspiel, halb Zauberposse, zart, empfindsam, vital, in eine Geschichte von Lust und Schrecken, von Liebe, Tod und Erlösung. Hier erzeugen nicht nur die handelnden Figuren, sondern auch alle Pflanzen und Steine eine vielstimmige und kunstvolle Klangkomposition. Mosebach formt das Volksmärchen zum Spiel für Erwachsene um, an dessen Grund mal zynische, mal lustvolle reine Lebensgier liegt. Im Zentrum: Rotkäppchen, halb Licht und halb Schatten, halb Alice im Wunderland, halb Iphigenie, halb Kind und halb Frau. In freien und gereimten Rhythmen, Songs und volksliedhaften Gedichten wird die Geschichte erzählt, die griechische Tragödie ebenso zitiert wie ein Bezug zur christlichen Eucharistie hergestellt.

 

»Den Unterschied macht nicht die Geschichte, die beliebig, ja austauschbar anmutet, sondern der Mut, sich in eine einzelne Situation, eine abseitige Episode von vielleicht zehn, vielleicht fünf, vielleicht zwei Minuten Realzeit hineinzustürzen wie in einen reißenden Fluss, sich darin zehn, fünfzehn, dreißig Seiten treiben zu lassen, ohne einen Gedanken zu verschwenden ans Ufer, an das, was draußen in der Handlung passiert«, schrieb Navid Kermani in seiner Laudatio auf Mosebach anlässlich der Büchner-Preisverleihung. Und weiter: »Mosebachs Texte wirken auf mich (…) wie Improvisationen des Jazz oder der Rockmusik, die sich häufig aus den banaleren Stücken entwickeln, um die Komposition in den besten Momenten hinter sich zu lassen, ja sie für den Augenblick vollständig zu vergessen.«

 

Zur Realisierung dieses besonderen Werkes wird das gesamte Ensemble auf der Bühne stehen: als Rotkäppchen, Mutter Wolf, Gattin des Wolfes, junge Wölfe, Großmutter, Jäger, Mutter des Jägers, Chor der Tannen, Chor der Tannen am Abend, Chor der Vögel, Zaunkönige, junger Kuckuck, Chor der Spechte, Chor der Eichhörnchen, Chor der Ringelnattern, Chor der Butterblumen, Chor der Fliegen, Fliege im Netz, Spinne, Gans, Fuchs, die Quelle, Fliegenpilze, einzelne Pilze, andere Pilze, weitere Pilze, neue Pilze, aberneue Pilze, Pilzchorführer, Nähmaschine, Kuckucksuhr, Fotografie von Albert Schweitzer, Hasenchor, alter Hase, Krähen, Taube, Glühwürmchen, Schlüssel, Tür, Sessel, ein davongeschleuderter Schuh, Vorhänge, Steppdecke, Pantoffeln, Schwelle, Besen, Napfkuchen, Lebkuchen, Weinflasche, Schlaf, die junge Luna, Schädel und Knochen, Chor der versteckten Tiere, Chor der ausgestopften Chimären: Hechtente, Biberhase, Luchsreh, Dachshirsch, Fasanotter, Auerochshahn, Schnepfengemse, Bärenschwein, Wachtelfuchs, Katzenwolf, Mardermufflon, Maulwurfskiebitz und den Parforceritt durch Literatur- und Kulturgeschichte wagen. Passieren wird es dabei Faust II., Iphigenie, Wallenstein, Klytaimnestra und Alice im Wunderland.

ZUR INSZENIERUNG

Sarah Franke (Rotkäppchen) im Interview in der Theaterzeit von Radio Hannover (100.0):

REGIETEAM

Regie Tom Kühnel + Bühne Jo Schramm + Kostüme Marysol del Castillo + Musikalische Leitung Tomek Kolczynski + Video Hannah Dörr + Dramaturgie Judith Gerstenberg + Co-Dramaturgie Frederieke Tambaur

BESETZUNG

PRESSESTIMMEN

Pressestimmen

Großartige Schauspieler Hannoversche Allgemeine Zeitung / online, 24.05.19
mehr
Licht im Deutungsdickicht nachtkritik.de, 24.05.19
mehr

PUBLIKUMSSTIMMEN

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!


Wir bitten um sachbezogene Kommentare. Die Veröffentlichung erfolgt nach vorheriger Prüfung durch die Redaktion.

Hiermit gestatte ich der Nds. Staatstheater Hannover GmbH, dass meine oben eingegeben Daten zur Verbesserung der Servicequalität gespeichert und mein Name auf der Website veröffentlicht werden.

Neu laden

Bitte übertragen Sie die Zeichen im Bild in das obige Feld. Es wird zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden.

Publikumsstimmen

DANKE ! DANKE ! DANKE! für den anregenden, witzigen, bedenkenswerten Theaterabend: eine so ideenreiche Inszenierung, phantastisch gespielt, tolle Kostüme, passende Musik, kluges Bühnenbild und Videos. Und das Ganze mit beeindruckendem Sinn für Timing geleitet, sodass der Wortwitz und Sarkasmus des Textes gut erkennbar war.
DANKE ! DANKE ! DANKE! an ALLE Beteiligten.

Magdalene Schmidt 27.05.2019, 22:32

Danke für den fantastischen Theaterabend. Eine großartige Leistung aller Schauspieler.
Schade, dass wir sie nicht wieder sehen. Wir werden sie vermissen.

Martina Hausadel 24.05.2019, 23:28

VIDEO

Video

Trailer

Karten-Hotline

0511.9999 1111

PLAKAT

THEATERPÄDAGOGIK

Theaterpädagogik

Kartenbuchungen für Schulklassen bei
Christine Klinke
Tel. 0511.9999 2855
Workshops vereinbaren Sie mit Bärbel Jogschies
Tel. 0511.9999 2851
Unterrichtsmaterial