Solo-Abend von Mathias Max Herrmann

Nach dem Ein-Personen-Stück Abrahams Kinder. Eine Reise nach Jerusalem von Svein Tindberg mit Rainer Frank, ist auch in dieser Spielzeit ein Solo-Abend, der sich mit einem politischen Thema, basierend auf persönlichen Erlebnissen eines Schauspielers beruht, in unserem Programm. Mathias Max Herrmann setzt sich in Das Wohnzimmer meines Lehrers ab dem 15. April in Cumberland mit der Geschichte Israels auseinander. Der mit »Das Betrachten der Welt vom Privaten her« untertitelte Theaterabend changiert sowohl zwischen Live-Performance und Videoinstallation als auch zwischen Deutsch und Englisch, und geht von einer besonderen Ausgangssituation aus: Mathias Max Herrmann nahm in den 1980er Jahren Schauspielunterricht bei Yoseph Millo (1917-1997), einer der prägendsten Figuren des israelischen Theaters. Mit seiner Inszenierung von He walked through the fields trug Millo 1948 maßgeblich zur Identitätsbildung des israelischen Volkes bei. Das Stück, das später auch verfilmt wurde, brachte ihm Ruhm, Anerkennung und Berühmtheit im eigenen Land. Jahrzehnte später, Ende der 80er Jahre in Mülheim/Ruhr, ahnt der junge Schauspielschüler jedoch nichts von der großen Bedeutung seines Lehrers.

Auslöser für die Beschäftigung, die Suche nach den Ursprüngen und der Heimat von Yoseph Millo waren die medial permanent präsenten Krisen im Nahen Osten. Mathias Max Herrmann hat in Vorbereitung auf den Theaterabend mehrere Wochen in Israel Filmaufnahmen gemacht und viele Interviews geführt, die für die Inszenierung eine große Rolle spielen und in diese einfließen werden.


Vorstellungstermine: 11. + 19.05. sowie 02.06., jeweils 20:00 Uhr in Cumberland

Karten unter Tel. 0511 9999 1111, an den Kassen der Staatstheater und HIER