GFS verleiht WEITER SO!-Preis

In diesem Jahr ergab sich bei der Abstimmung der stimmberechtigten Schauspielhausfreunde ein haarscharfes Kopf-an-Kopf-Rennen dreier Nominierter. Daher gibt es in diesem Jahr drei glückliche Gewinner*innen. Der erste, mit 1.000 Euro dotierte Preis geht an Annika Träger, die die Schauspielhausfreunde mit ihrem Kostümbild zum Erfolgsstück Die Känguru-Chroniken überzeugen konnte. Der Regisseur Paul Schwesig und der Bühnenbildner Andreas Alexander Straßer erhalten beide den mit je 500 Euro dotierten zweiten Preis. Die beiden jungen Künstler arbeiteten gemeinsamen bei den Inszenierungen Zeit der Kannibalen und All das Schöne, Andreas A. Straßer gestaltete darüber hinaus das Bühnenbild der innovativen Theaterserie Eine Stadt will nach oben in Cumberland.

 

Schauspielintendant Lars-Ole Walburg und GFS-Vorsitzende Angelika Nauck überreichten die Preise an Annika Träger und Andreas Alexander Straßer sowie an Schauspielerin Isabel Tetzner, die den Preis für den verhinderten Paul Schwesig entgegennahm, am gestrigen Mittwochabend nach der letzten Vorstellung von Zeit der Kannibalen in Cumberland. Der Preis wird alle zwei Jahre von den Schauspielhausfreunden für herausragende künstlerische Leistungen auf den Gebieten Regie, Bühnen- und Kostümbild verliehen.

 

Zu den Preisträgern:

 

Schon während ihres Bühnen- und Kostümbild-Studiums in den Niederlanden stattete Annika Träger Produktionen niederländischer und deutscher Bühnen aus. Im Anschluss an ihr Studium war sie als Kostümbildnerin für Film und Fernsehproduktionen tätig (z. B. Nebenan – Jeder hat eine Leiche im Keller und Süße Seeluft). Seit 2014 ist sie als freie Kostümbildnerin tätig.

 

Der Berliner Paul Schwesig war von 2014 bis 2017 als Regieassistent am Schauspiel Hannover tätig. Dort inszenierte er im Rahmen der Balljugend 2015/16 Fassbinders Katzelmacher, das 2017 zum Theatertreffen der Jugend nach Berlin eingeladen wurde. In der Spielzeit 2016/17 inszenierte Schwesig erfolgreich Zeit der Kannibalen von Johannes Naber nach dem Drehbuch von Stefan Weigl und in der Spielzeit 2017/18 das von der GFS geförderte Stück All das Schöne von Duncan Macmillan.

 

Andreas Alexander Straßer kam 2014 nach seinem Architekturstudium in München als Bühnenbildassistent ans Schauspiel Hannover. Nach einigen erfolgreichen Bühnenbildumsetzungen (z. B. 2015/16 Perplex und 2016/17 Zeit der Kannibalen) war er 2017/18 verantwortlich für das Bühnenbild und den Raum der Theater Serie Eine Stadt will nach oben in Cumberland sowie für All das Schöne.