Weitere Oktober-Premiere in Cumberland

Ich wollt’ ein Lied, DAS Lied, und kann’s nicht schreiben befasst sich mit der Geschichte und dem Werk zweier Künstlerinnen aus der DDR – Schriftstellerin Christa Wolf und Liedermacherin und Lyrikerin Bettina Wegner –, die sich beide mit den Grenzen der Kunst- und Meinungsfreiheit in ihrem Land konfrontiert sahen. Beide Frauen glaubten an die sozialistische Idee und stießen sich an der Diskrepanz zwischen Ideal und Wirklichkeit. Wolf ging nur leise zwischen den Zeilen in die Opposition und konnte so unter dem wachsamen Auge des Systems publizieren und auftreten, während Wegners laute Kritik Verhaftung, Auftrittsverbot und Ausbürgerung zur Folge hatte. Wie viel Stille verträgt Widerstand, wie viele Konsequenzen die eigene Meinung? Was ist Kunst ohne Meinungsfreiheit und was ist Kunstfreiheit ohne Meinung wert?

 

Carolin Haupt erprobte diesen fragenden Abend mit Texten von Christa Wolf und Bettina Wegner sowie Songs von Silly und Renft bereits als Montagsbar, jetzt wird er ins Repertoire aufgenommen, um noch mehr Zuschauer*innen zu begeistern. Die Schauspielerin – nach Stationen in Leipzig, Zürich, Weimar und Mainz seit 2016 festes Ensemblemitglied am Schauspiel Hannover – zeichnet verantwortlich für die szenische Einrichtung des Abends. Sie steht gemeinsam mit Susana Fernandes Genebra auf der Bühne, für Livemusik sorgen Christian Decker, Tim Golla und Christoph Keding. TICKETS

 


Carolin Haupt, geboren 1987 in Rathenow, aufgewachsen in Berlin. Haupt studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig. Nach dem Festengagement am Centraltheater Leipzig, spielte sie u.a. am Theater Neumarkt Zürich, am Deutschen Nationaltheater Weimar, sowie am Staatstheater Mainz. Neben Produktionen für Film und Fernsehen arbeitet sie regelmäßig als Sprecherin für Funk und verschiedene Hörbuchverlage. Seit Beginn des Jahres 2016 ist Carolin Haupt festes Ensemblemitglied am Schauspiel Hannover.