FAUST Theaterpreis für Thorleifur Örn Arnarsson

Die fünfköpfige Jury begründete den Preis wie folgt: „Thorleifur Örn Arnarssons Inszenierung der Edda am Staatsschauspiel Hannover macht das Theater zum Erfahrungsraum einer fremden Welt. In einem unglaublich weit gespannten Erzählbogen vom Schöpfungsmythos zum persönlich erfahrenen Weltuntergang bindet er zwei Enden von existenzieller Welterfahrung zusammen. Hier werden elementare Fragen unserer Herkunft und unseres Schicksals verhandelt und in eine persönliche Biografie überführt. Herausragend ist auch die Ensembleleistung unter Arnarssons Führung sowie die Sprachbehandlung bei der Umsetzung dieses großen Stoffes. Er erzählt mit großen theatralischen Mitteln von einer fremden Welt, setzt diese in Reihung zu unserer heutigen und macht sie so für uns erfahrbar.“

Schauspiel-Intendant Lars-Ole Walburg: „Ich bin stolz, dass das Schauspiel Hannover gleich in zwei Kategorien für den FAUST Theaterpreis nominiert wurde und nun mit dem Preis in der Kategorie Regie Schauspiel in der Königsklasse gewonnen hat. Hier kann man deutlich sehen, dass sich außergewöhnliche Anstrengungen wie die besonders lange Probenzeit für Thorleifur Örn Arnarssons monumentale Inszenierung der Edda auszahlen. Auch über die Nominierung für Jo Schramms Medea-Bühnenbild freue ich mich sehr, da sich schon durch die Nominierung der extreme Einsatz von Konstruktion, Werkstätten und Technik in diesem Fall mehr als gelohnt hat.“

 

Die Edda ist weiterhin am Schauspiel Hannover zu sehen. Nächste Vorstellungen sind am 17.11. (inkl. Nachgespräch mit Co-Autor Mikael Torfason) sowie am 22.12. (als 2:1-Vorstellung), Beginn ist jeweils um 18:30 Uhr im Schauspielhaus.

Karten 21-41 € unter Tel. 0511 9999 1111, im Internet unter www.schauspielhannover.de und an den Kassen der Staatstheater

TICKETS