Delhi, ein Tanz

von Iwan Wyrypajew

Premiere: 03.05.2012


  • © Katrin Ribbe

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ZUM STÜCK

Der neue Text Delhi, ein Tanz des russischen Nachwuchstalentes Iwan Wyrypajew ist ein tragikomischer Totentanz: Sieben Einakter beschreiben die schicksalhafte Verflechtung von sechs Menschen in der klinischen und anonymen Atmosphäre des Besucherzimmers eines Krankenhauses. Dort treffen die Tänzerin Ekaterina, ihre krebskranke Mutter, eine alternde Tanzkritikerin, Ekaterinas Liebhaber Andrej und dessen Frau Olga in wechselnden Konstellationen aufeinander. Jeder Akt ist gekennzeichnet durch den Tod einer dieser Personen und die Trauer der Hinterlassenen. Die Protagonistin dieses Reigens scheint zunächst die junge Tänzerin zu sein, ständig jedoch verschiebt sich der Fokus in eine andere Richtung.  Es gelingt nicht, aus den  Schicksalsfäden der Figuren eine geradlinige Geschichte zu spinnen, man verheddert sich, jeder Akt ist ein eigenes Drama, eine eigene Variation und stellt jeweils ein neues Ende in Aussicht.

Die einzige Verbindung, die alle Figuren vereint und miteinander versöhnt, ist der mysteriöse Tanz »Delhi«, den Ekaterina einst wie eine Eingebung empfing, inspiriert durch ein Erlebnis im Armenviertel Delhis. Dieser Tanz, der allen Schmerz der Welt in sich vereint, veränderte für jeden, der Ekaterina hat tanzen sehen, etwas in dessen Leben. »Delhi, ein Tanz« ist zugleich der rote Faden durch die sieben Miniaturen und ein raffiniertes Sprachgeflecht, bei dem der Text selbst zu einem Tanz wird – voller Rhythmus und Poesie, magisch, tiefgründig aber ebenso tragikomisch und boulevardesk.

REGIETEAM

Regie / Jakob Weiss + Kostüm Maria Anderski + Bühne Andrea Wagner + Musik Martin Vischer + Dramaturgie Vivica Bocks

BESETZUNG

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