Der schwarze Obelisk

Geschichte einer verspäteten Jugend von Erich Maria Remarque

  • DER SCHWARZE OBELISK
    © Katrin Ribbe

ZUM STÜCK

Im Inflationsjahr Jahr 1923 gehen die Geschäfte gut in der Grabsteinfirma Kroll und Söhne, denn gestorben wird immer. In diesen Zeiten auch an Not und Verzweiflung. Ludwig Bodmer, der nach dem Krieg in Werdenbrück ein Auskommen sucht, handelt mit den Utensilien der Trauer. Um die wirren Zeiten zu überstehen, rettet er sich in Tauschgeschäfte und kleine Gaunereien: Mahlzeiten zahlt er mit erschlichenen Essensmarken. Nachhilfeunterricht lässt er sich mit Büchern entlohnen. Das Treffen mit der anspruchsvollen Freundin ersetzt er notgedrungen durch die Beobachtung der freizügigen Nachbarin. Die durch den Weltkrieg verpasste Jugend will nachgeholt werden! Für ein Abendessen arbeitet Ludwig als Organist in einem Irrenhaus und lernt dort die schöne Geneviève Terhoven kennen. Sie leidet an Schizophrenie, die meiste Zeit über nennt sie sich Isabelle. Das Mädchen, so scheint es ihm, hat mehr verstanden von der Welt als die Gesellschaft vor dem Eingangstor der Anstalt. Hier zieht es bereits auf: das nationalistische Donnergrollen. Und während die Ersten gespannt Hitlers Reden im Radio verfolgen, auf den Straßen erst Vereinzelte, dann ganze Gruppen das Deutschlandlied singen, es scheinbar beliebige Festnahmen gibt, entschließt er sich, die Stadt zu verlassen.

Nach den erfolgreichen Bühnenadaptionen von Im Westen nichts Neues und Die Nacht von Lissabon erweitert Lars-Ole Walburg seine Remarque Trilogie mit Der schwarze Obelisk.

REGIETEAM

Regie Lars-Ole Walburg + Bühne Robert Schweer + Kostüme Nina Gundlach + Musikalische Leitung Lars Wittershagen + Dramaturgie Kerstin Behrens

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