Mephisto

nach dem gleichnamigen Roman von Klaus Mann

Einführung 16:15

eine Pause | NUR NOCH WENIGE VORSTELLUNGEN! | So 06.01.19 | 17:00–20:30 | Schauspielhaus


  • © Karl-Bernd Karwasz

  • © Karl-Bernd Karwasz

  • © Karl-Bernd Karwasz

  • © Karl-Bernd Karwasz

  • © Karl-Bernd Karwasz

  • © Karl-Bernd Karwasz

  • © Karl-Bernd Karwasz

  • © Karl-Bernd Karwasz

  • © Karl-Bernd Karwasz

  • © Karl-Bernd Karwasz

  • © Karl-Bernd Karwasz

  • © Karl-Bernd Karwasz

  • © Karl-Bernd Karwasz

  • © Karl-Bernd Karwasz

  • © Karl-Bernd Karwasz

  • © Karl-Bernd Karwasz

  • © Karl-Bernd Karwasz

ZUM STÜCK

»IM PARKETT RISS MAN MUND UND AUGEN AUF. MAN VERSCHLANG DIE GESTEN DER DREI MENSCHEN DORT OBEN IN DER LOGE ALS DAS AUSSERORDENTLICHES SCHAUSPIEL, ALS ZAUBERHAFTE PANTOMIME, DEREN TITEL LAUTET: DER SCHAUSPIELER VERFÜHRT DIE MACHT.«

 

Deutschland 30er Jahre. Der Schauspieler, von dem hier die Rede ist, heißt Höfgen, Hendrik Höfgen, ein Ausnahmetalent – von vielen bewundert, von vielen beneidet, von einigen verachtet. Die Macht – in persona des dicken Fliegergenerals und seiner Frau –, mit einer besonderen Affinität zur prunksüchtigen Inszenierung einer ganzen Nation, hält ihn sich als ihr Paradepferd, obwohl oder gerade, weil Höfgen nicht einer der ihren ist. Das lässt sie glänzen und ihn tanzen, während seine Kollegen ins Exil oder Gefängnis getrieben werden. Manche von ihnen kann er retten. Er ist gefährdet. Das weiß er. Durch seine politische Positionierung in früheren Jahren und durch seine sexuelle Neigung. Das wahre Wesen des Mephistopheles – Höfgens Lebensrolle – sei ihnen, den Mächtigen, erst durch sein Spiel so richtig vor Augen getreten, sagen sie und lachen. Sie tätscheln ihn und verachten ihn, schließlich ist er nur ein Schauspieler, ein käuflicher, so scheint es, dazu. Im Moment seines größten Erfolges, in jenem Moment in der Loge, weiß Höfgen: »Jetzt habe ich einen Flecken auf der Hand, den bekomme ich nie mehr weg – Jetzt habe ich mich verkauft – Jetzt bin ich gezeichnet.«

ZUR INSZENIERUNG

KLAUS MANN (1906 –1949) Der Publizist und Autor, Sohn von Katja und Thomas Mann, widmete sich von 1933 an primär dem antifaschistischen Widerstand, den er – rastlos zwischen verschiedenen Orten und Ländern pendelnd – aus dem Exil organisierte. Gequält von Schreibblockaden, Heroinsucht und politischer Desillusionierung, nahm er sich 1949 das Leben. Stets betonte er, dass er bei seinem Mephisto nicht am Einzelfall, sondern am Exemplarischen des Karrieristen interessiert war. Das Buch ist eine Abrechnung mit einem Künstler, der das Land nicht verließ und glaubte, seine Karriere in totalitären Zeiten als artistisch-politischen Hochseilakt meistern zu können.

 

Videokünstler Jan Speckenbach in unserer Radiosendung Theaterzeit zu Mephisto:

Regisseur Milan Peschel in unserer Radiosendung Theaterzeit zu Mephisto:

REGIETEAM

Regie Milan Peschel + Bühne Nicole Timm + Kostüme Magdalena Musial + Musikalische Leitung Daniel Regenberg + Video Jan Speckenbach + Dramaturgie Judith Gerstenberg + Live-Kamera Tobias Haupt + Live-Ton Jan Jordan

BESETZUNG

PRESSESTIMMEN

Pressestimmen

Großer, kluger Wurf Deutschlandfunk Kultur, 17.02.18
mehr
Funkelndes Kaleidoskop Hannoversche Allgemeine Zeitung, 17.02.18
mehr
Großes Spiel Neue Presse, 17.02.18
mehr
Revolutionäres Potenzial Theater der Zeit, 02.05.18
mehr

PUBLIKUMSSTIMMEN

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!


Wir bitten um sachbezogene Kommentare. Die Veröffentlichung erfolgt nach vorheriger Prüfung durch die Redaktion.

Hiermit gestatte ich der Nds. Staatstheater Hannover GmbH, dass meine oben eingegeben Daten zur Verbesserung der Servicequalität gespeichert und mein Name auf der Website veröffentlicht werden.

Neu laden

Bitte übertragen Sie die Zeichen im Bild in das obige Feld. Es wird zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden.

Publikumsstimmen

Rainer Frank ist brillant!

Gizem T 25.09.2018, 23:41

Wir hatten uns vorbereitet, nicht den Roman gelesen, aber über die Entstehung, den Author Klaus und seine Familie Mann, seine Flucht, den Kampf aus dem Exil über Göring und Gründgens. Wir waren bei der (guten) Einführungsveranstaltung. Danke dafür! Man geht also ins Theater, nicht nur um sich unterhalten zu lassen, sondern auch bereit, etwas aktiv und um sich zu bilden. Dann ein schönes Stück, Revue, Panoptikum. Aber auch kompliziert. So viele Rollen alle spielen den Höfgen. Das wird durch die Einführung noch verständlich. Schwieriger wird's: wen spielen sie noch? Kommt selten 'rüber - vermutlich unwichtig? Wunderbare Dolly vermutlich aus dem Fundus in Babelsberg -fährt mir vor der Nase 'rum, soll sagen: es geht irgendwie auch ums Kino. Das ist da, wo King Kong wohnt und wo sich Zuschauer nicht vorbereiten müssen und die Dolly nicht im Bild ist.
Und wieder hatte ich das Gefühl: die Hälfte an Andeutungen und Bezügen bleibt mir verborgen. Die sind so viel schlauer als ich, diese Theaterleute. Das geht gar nicht, dass ich das alles verstehe, was die nicht so genau sagen wollen.
Aber schöne Bilder, eine großartige Drehbühne, der Einsatz von Klavier und Gesang, ganz großes Theater. Dann wie am Vortag gegen Werder-Bremen: nach der Halbzeit zunächst noch gut dann aber mit Längen und der schöne Eindruck weicht der Ermüdung und dem Unklaren. Dann Kino. Und damit Strafe für die teuren Plätze vorne. Genickstarre auf kleine miese Leinwand hoch oben. Minutenlang spielen die echten, lebendigen Schauspieler hinter der Bühne. Damit ich mich wie im Kino fühle? Nee, das war nichts, konnte nichts sehen, nicht folgen, bin eingenickt. So eine Verschwendung von Schauspielkunst! Mensch lasst doch diesen Video-Quatsch weg, zeigt uns die Schauspielerinnen und Schauspieler in 3D! Ich komme ins Theater und will dort nicht schlechtes Kino sehen. In dieser Inzenierung waren 30 Minuten Nachspielzeit zu viel. Die waren schlimmer als die vier Minuten gegen Bremen.

Ralf Eulig 09.04.2018, 20:59

Bildgewaltig und atemlos aber ziemlich schwere Kost. Die Geschichte Hendrik Höfgens spielt sich über mehrere Jahre, auf mehreren Ebenen und mit immer wechselnden Rollen ab. Neben der "normalen" Erzählebene, wird seine Geschichte in den von ihm gespielten Stücken reflektiert, in Szenen in denen er selbst in seinem Leben Regie führt (sodass zwei Höfgens auf der Bühne stehen) und ab und zu meldet sich der Autor selbst zu der Relevanz seines Werks zu Worte. Das macht Spaß, wenn Szenen wie Puzzlestücke ins Ganze fallen und man die Szene plötzlich versteht, zumal die Schauspieler ausnahmslos großartig sind, wobei ich Vanessa Loibl besonders hervorheben möchte. Der ständige Rollen- und Perspektiven-Wechsel ist aber auch anstrengend, vor allem wenn man die Regeln des Stückes erst lernen muss und mit dem Ausgansmaterial nicht so vertraut ist. Das letzte Viertel ist dann auch extrem anstrengend, Hamlet vermischt mit den letzten Tagen des Regimes und unseres Protagonisten, mit Shaky-Cam hinter der Bühne gefilmt. Meiner Meinung nach der schwächste Teil der Vorstellung. Alles in allem würde ich das Stück aber auf jeden Fall empfehlen - man sollte nur wissen worauf man sich einlässt, schwere Kost eben.

V Sch 24.03.2018, 12:45

Bis über die Ohren muss sich Milan Peschel in Klaus Manns Mephisto versenkt haben, so intensiv setzt er sich damit auseinander. Es werden Filme und Revuen aus dieser Zeit gezeigt und nachgespielt (unvergesslich eine Szene aus M – Eine Stadt sucht einen Mörder), die Comedian Harmonists treten auf, es wird Goethe zitiert und gespielt, Hamlet, das Interview Gaus / Gründgens in einer grandios-bösen Telefonszene, im fliegenden Wechsel werden die Rollen getauscht, kurz erscheint der verzweifelte Klaus Mann selbst. Alle spielen hingebungsvoll und ich saß über drei Stunden völlig gebannt da, und könnte jetzt noch stundenlang weiterschwärmen... Eins noch: Die Aktualität dieses Buches, dieses Stoffes wird erneut, und z.T. erschreckend, unter Beweis gestellt!

Stefan M. Weber 16.02.2018, 08:08

Wir freuen uns schon auf die Premiere. Regie Milan Peschel, das wird spannend.

Harald Pawelzik 10.01.2018, 19:53

TERMINE & KARTEN

Termine

06.01.So 17:00Karten

Weitere Termine folgen

VIDEO

Video

Mephisto

Karten-Hotline

0511.9999 1111

PLAKAT

THEATERPÄDAGOGIK

Theaterpädagogik

Kartenbuchungen für Schulklassen bei
Christine Klinke
Tel. 0511.9999 2855
Workshops vereinbaren Sie mit Bärbel Jogschies
Tel. 0511.9999 2851
Unterrichtsmaterial