Räuber-Ratten-Schlacht

Eine deutsche Tragödie: Friedrich Schiller, Gerhart Hauptmann, Heiner Müller

So 24.03.19 | 17:00 | Schauspielhaus

  • RÄUBER-RATTEN-SCHLACHT
    © Katrin Ribbe

ZUM STÜCK

»UND ALS DIE UNSERN IN DEN KELLERN SCHRIEN

DIE LANGEN MESSER SCHNITTEN DURCH BERLIN

HAB ICH GETÖTET DEN VERRÄTER, MEINEN BRUDER, IHN.«

 

Am Anfang steht der Verrat. Es ist der Verrat des einen Bruders am anderen. Ihm folgt der Brudermord. Ausgehend von dieser Urszene entfaltet sich Heiner Müllers Gewaltreigen Die Schlacht. Szenen aus Deutschland. Die Spaltung Deutschlands in zwei feindliche Brüder. In der Folge die gegenseitige Abhängigkeit des Politischen und Privaten: Verrat, Selbstmord, Freiheit sind Kategorien des Alltags und der Historie. Sie begegnen uns permanent im Kleinen und prägen darin die Epoche. Die kühl sezierende Sprache Müllers schafft ein Panoptikum der Groteske und des Absurden, das den Faschismus in den Strukturen der sittlichen Bürgerlichkeit, der soldatischen Ehre und der Ökonomie als Form menschlicher Vertierung offenbart. Von der Partikelsammlung Die Schlacht ausgehend, führen Szenen zu Schillers Die Räuber und Hauptmanns Die Ratten. Im Nebeneinander der verschiedenen Sprachen und Zeiten bildet sich ein Motivkreis aus Verrat, Bruder- und Kindsmord, Kannibalismus, Revolution und Bürgerlichkeit, Opportunismus und Vorteilsnahme. Das im Idealismus entworfene Menschenbild findet womöglich seine schreckliche Konsequenz im Faschismus. Das Nebeneinander der Stücke als Versuch dem deutschen Wesen auf den Grund zu sehen.

ZUR INSZENIERUNG

Regisseur Alexander Eisenach über die Räuber-Ratten-Schlacht in der Theaterzeit von Radio Hannover:

REGIETEAM

Regie Alexander Eisenach + Bühne Daniel Wollenzin + Kostüme Lena Schmid + Musikalische Leitung Sven Michelson + Dramaturgie Johannes Kirsten

BESETZUNG

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